Kein Mehl, kein Getreide? Eine Irreführung der Lebensmittelindustrie!

Ob „weniger Zucker“ „fettarm“ oder „alkoholfrei“, Aussagen wie diese sind wohl bekannt. Auch du siehst im Supermarkt sicherlich regelmäßig Produkte, die mit diesen oder ähnlichen Worten werben und uns eine gesunde Alternative suggerieren sollen.

Dass dahinter meist dreiste Lügen stecken ist kein Geheimnis.

Die Organisation Foodwatch kürt seit 2009 mit dem „Goldenen Windbeutel“ die Hersteller der dreistesten Marketinglügen der Lebensmittelindustrie, woran wir erkennen können, dass das Thema Verbrauchertäuschung in aller Munde ist.

Was bewegt uns gewisse Inhaltsstoffe aus unserer Ernährung auszuklammern?

Die Lebensmittelindustrie entwickelt sich weiter und neue Ernährungstrends entstehen.

So ist der Verzicht auf Getreide ein großes Thema in der heutigen Zeit.

Oftmals sind es gesundheitliche Beschwerden, die eine Person dazu bewegen sich Getreidefrei zu ernähren.

Ein bekanntes Problem ist die sogenannte Glutenunverträglichkeit oder in schwerwiegenderen Fällen eine Zöliakie. Viele Menschen vertragen das Klebereiweiß, welches in fast allen Getreidesorten vorkommt, nicht. Die Folgen sind gesundheitliche Beschwerden wie Magen-Darm Erkrankungen, Autoimmunerkrankungen und Allergien. Neben Gluten gibt es allerdings noch einige weitere Inhaltsstoffe die sich negativ auf die Gesundheit auswirken können.

Ein weiterer Grund auf Getreide und dessen Produkte zu verzichten, ist die Reduktion der Kohlenhydrate in der Ernährung. Dies kann ebenfalls gesundheitliche Gründe haben, wie zum Beispiel bei Diabetes. Aber auch in vielen Diäten oder einer Ernährungsumstellung, ist dies eine gängige Methode, um Kalorien einzusparen und den Fokus auf sättigende Proteine und gesunde Fette zu legen. Oftmals greifen Personen hier alternativ zu sogenannten „low carb“ Produkten.

Bei den heute angebotenen Getreideprodukten gilt es außerdem zu beachten, dass es sich bei dem Getreide wie wir es kennen, nicht um natürliches Getreide handelt, sondern sich im Laufe der Jahrzehnte zu einer industriellen Massenproduktion entwickelt hat. Diese Massenproduktion ist mitunter für die Bodendegration verantwortlich. So spricht auch dies für viele Verbraucher für einen Verzicht!

Natürlich gibt es noch einige Gründe mehr.

Zum Glück gibt es Alternativen

Aber Brot und Nudeln vollständig vom Speiseplan streichen? „Niemals!“ wirst du jetzt vielleicht denken. Gut, dass es mittlerweile so viele Ersatzprodukte im Supermarkt gibt!

Wir haben uns jedoch gefragt: sind das wirklich Alternativen zu Getreide?

Die am häufigsten verwendeten Versprechen sind:

„mehlfrei“

„Ohne Mehl und ohne Hefe“

„Low Carb“ oder „Lower Carb“

„Glutenfrei“

„Fitness“

„Eiweissbrot“ etc.

Wir werden eiskalt in die Irre geführt

Die Lebensmittelindustrie schläft natürlich nicht und nutzt genau dieses Umdenken unserer Gesellschaft.

Es ist eine Nische die abgegriffen wird und das Marketing verspricht dieser Zielgruppe viel.

Mehlfreies, Glutenfreies Brot – dass Hafer drin ist; das ist natürlich auf den ersten Blick nicht erkennbar.

Low Carb Brot mit einem Anteil Weizenmehl – zwar lower carb aber nicht Getreidefrei!

Glutenfreie Kekse? Das muss Getreidefrei sein! Fehlanzeige, statt Weizenmehl wird einfach Maismehl verwendet.

Hier erkennen wir ganz klar, wie irreführend das Produktmarketing sein kann.

Wie wir wissen, steht Deutschland an der Spitze, wenn es um den Brotkonsum geht. Kein Wunder, denn uns wird schließlich nachgesagt, wir hätten das beste Backwerk. So ist es nachvollziehbar, dass die wenigsten darauf komplett verzichten möchten. Selber backen ist eine Alternative, aber Hand aufs Herz, hast du heutzutage die Zeit dafür? Es gehört das gewisse Ernährungswissen dazu, welches du dir aneignen musst. Die Zutaten sind meist hochpreisig und die Zeit, die du für das backen benötigst, ist nicht vorhanden.

Die Nachfrage ist also ganz offensichtlich da und die Bereitschaft, das nötige Kleingeld für  „mehlfreie“ Alternativprodukte auszugeben, dementsprechend hoch. Wie enttäuschend ist es dann, das wir, die Konsumenten nicht das bekommen, was wir erwarten?

Wir können uns schützen

Wissen wir also was WIRKLICH drin ist? Welche Möglichkeiten haben wir, wenn wir auf Getreide verzichten möchten?

Wie wir zu Beginn des Textes bereits erläutert haben, gibt es genügend Gründe Getreide von unserem Speiseplan zu streichen.

Für einige Verbraucher hat es keine schwerwiegenden Folgen, wenn sie „versehentlich“ Getreide zu sich nehmen. Was aber ist mit den Personen, die wirklich darauf achten MÜSSEN, was sie verzehren?

Vielleicht bemerken sie es eine Weile nicht, ein sogenannter Placebo Effekt stellt sich ein, sie fühlen sich scheinbar besser, gesünder und fitter.

Wir haben es hier jedoch ganz offensichtlich mit einer Verbrauchertäuschung zu tun, vor der man sich schützen kann!

Die wichtigste Regel ist: schau dir an, was auf der Rückseite des Produktes im Kleingedruckten steht! Vertraue nicht dem, was du auf der Vorderseite liest, sondern informiere dich möglichst genau. Es ist in Deutschland Pflicht alle Zutaten in Nahrungsmitteln zu deklarieren.

Dies gilt übrigens für alle „verarbeiteten“ Lebensmittel. Durch das checken der Zutatenliste wirst du einige Inhaltsstoffe entdecken, die du in dem jeweiligen Produkt vielleicht nicht erwartet hättest.

Fazit: Es passiert schnell dass wir durch Marketing getäuscht werden. Das ist nicht nur ärgerlich, da wir von einem Produkt das wir kaufen, auch etwas bestimmtes erwarten, sondern kann für manche von uns sogar gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. Deshalb ist es wichtig sich möglichst genau zu informieren.

Es liegt uns am Herzen, dich aufzuklären und dich ernst zu nehmen.

Deswegen brotestieren wir für besseres Brot, bei dem du weißt was drin ist!

Wenn du es auch mal ausprobieren möchtest, schau mal in unserem Shop oder auf der Rezepte-Seite vorbei und lass dich inspirieren!